Der Akku – ein umweltfreundlicher Energiespeicher


Akkumulator

Der Akkumulator löst die klassische Batterie ab

Während die traditionelle Batterie als Stromspeicher ein reines Einwegprodukt ist, zeigt sich der Akkumulator, oder kurz Akku, als umweltfreundliche Art des Speichers für Elektroenergie. Der moderne Akku mit Lithium-Ionen- oder Polymer-Technik lässt sich mehrere tausend Male aufladen. Abgeleitet ist der Begriff Akkumulator von den lateinischen Vokabeln „cumulus“ und „accumulare“, die im Sinne von Haufen und anhäufen verwendet werden.

Akku und Batterien lösten eine „kleine Revolution“ aus

Der erste echte Akkumulator ist inzwischen schon mehr als 200 Jahre alt. Als Erfinder gilt Johann Wilhelm Ritter. Universell einsetzbar wurde der Akku aber erst Mitte des 19. Jahrhunderts, als Wilhelm Josef Sinsteden der Öffentlichkeit den ersten Bleiakkumulator präsentierte. Diese Technik wurde noch bis vor wenigen Jahren beispielsweise in den Starterbatterien von Fahrzeugen eingesetzt. Mit der Technik der Batterien und Akkus wurde die mobile Nutzung von Elektrogeräten möglich.

Heute reicht die Palette vom Staubsauger mit Akku über den Akkuschrauber bis hin zum Radio mit Batterien. Auch die mobilen Computer sowie Mobiltelefone und Digitalkameras wären ohne den Akkumulator undenkbar. Einen ersten Boom erlebten die Batterien mit Zink-Kupfer-Technik an der Schwelle des 19. Jahrhunderts, als sie vom Telegraphentechnischen Reichsamt als Stromquellen bei der Telefonie und Telegrafie eingesetzt wurden.

Der Akku ist unverzichtbar bei der Nutzung erneuerbarer Energien

Im Gegensatz zu seinen historischen Vorbildern ist der Akkumulator heute leistungsstärker, kleiner und leichter geworden. Damit erweiterten sich die Einsatzmöglichkeiten erheblich. Der Akku in einer Shutterbrille fürs 3D-Fernsehen, in einem Hörgerät oder einer Armbanduhr ist nur noch ganz winzig. Die Leistung der Akkus in einer Armbanduhr reicht aus, um sie für bis zu zwei Jahre mit Strom versorgen zu können.

Damit wurde der Akku auch als Speichermedium im Zusammenhang mit der Nutzung der Windenergie und der Sonnenenergie interessant. Beide Technologien haben den Nachteil, dass die Energieausbeute sehr starke Schwankungen selbst innerhalb eines Tages aufweist. Mit einem Akkumulator bestückte Windkraftwerke können heute auch dort aufgestellt werden, wo es keine Möglichkeit gibt, den erzeugten Strom direkt ins Netz einzuspeisen.

Die Kenndaten beim Akkumulator

Die wichtigsten Leistungskriterien beim Akku sind die maximale Energiedichte und der Ladewirkungsgrad. Bestwerte beim Ladewirkungsgrad bringt aktuell der Lithium-Titanat-Akkumulator. Die höchste Energiedichte bietet der Lithium-Polymer-Akku. In der Praxis haben sich beim Akku genau wie bei der Batterie die Angaben der Kapazität in Amperestunden sowie die bereitgestellte Spannung durchgesetzt. In der Regel wird auch angegeben, ob ein Akkumulator eine Schnellladung unterstützt. Einige Akkumulatoren sind für den normalen Verbraucher nicht zugänglich. Der Nickel-Cadmium-Akku ist beispielsweise in den meisten europäischen Ländern nur für medizinische Zwecke sowie die Verwendung in Elektroautos zulässig.